Ambopteryx
Körperliche Merkmale
Ambopteryx longibrachium war 32 Zentimeter lang und hatte eine Schulterhöhe von 11 Zentimetern. Dieser kleine Theropode wog zwischen 300 und 306 Gramm. Der Dinosaurier bewegte sich am Boden auf zwei Beinen fort, verbrachte jedoch viel Zeit damit, auf Bäume zu klettern. Sein auffälligstes Merkmal waren seine Membranflügel, ähnlich denen moderner Fledermäuse.
Lebensraum und Fortbewegung
Ambopteryx lebte während des späten Jura, vor etwa 163 Millionen Jahren. Der Dinosaurier verband das Laufen am Boden mit der Fähigkeit, auf Bäume zu klettern. Der Dinosaurier besaß membranartige Flügel, ähnlich denen von Fledermäusen, die von einem stabartigen Handgelenksknochen gestützt wurden. Seine Membranflügel ermöglichten ihm das Gleiten zwischen den Bäumen, was eine einzigartige Fluganpassung unter den Dinosauriern darstellte.
Ernährung
Die Analyse des Holotyps ergab eine gemischte Ernährung (omnivor), er ernährte sich sowohl von Pflanzen als auch von kleinen Tieren. Wissenschaftler fanden Gastrolithen (Magensteine) und Knochenfragmente im Magenbereich des Fossils, was auf eine opportunistische Ernährung hindeutet. Diese Steine halfen dabei, die Nahrung in seinem Verdauungssystem zu zermahlen.
Besondere Merkmale
Das bemerkenswerteste Merkmal von Ambopteryx war seine fledermausähnliche Flügelmembran, die von einem spezialisierten Handgelenksknochen gestützt wurde.
Diese Struktur kommt nur bei Pterosauriern und Flughörnchen vor, was Ambopteryx unter den Dinosauriern höchst ungewöhnlich macht. Der Dinosaurier besaß zudem einen Pygostyl – verschmolzene Schwanzwirbel, die typischerweise nur bei Vögeln und einigen wenigen anderen Dinosauriergruppen zu finden sind.
Klassifizierung
Ambopteryx gehört zur Familie der Scansoriopterygidae innerhalb der Ordnung der Theropoda. Diese kleine Familie baumbewohnender, nicht-fliegender Dinosaurier stellt einen von den Vögeln getrennten evolutionären Zweig dar. Der einzige andere bekannte Dinosaurier mit Membranflügeln, Yi qi, ist sein Schwestertaxon.
Entdeckung
Ein Bauer entdeckte das Ambopteryx-Fossil in der Nähe des Dorfes Wubaiding in der chinesischen Provinz Liaoning. Im Jahr 2017 wurde das Exemplar an das Institut für Wirbeltierpaläontologie und Paläoanthropologie in Peking übergeben. Eine sorgfältige Präparation über einen Zeitraum von einem Jahr brachte seine charakteristischen Dinosauriermerkmale zum Vorschein, darunter lange, gespreizte Finger.
Das Ambopteryx-Exemplar gilt als das vollständigste Scansoriopterygiden-Fossil, das bisher gefunden wurde. Seine Entdeckung bestätigte die Existenz von fledermausartigen Membranflügeln bei Dinosauriern, die zuvor nur aus fragmentarischen Yi-qi-Überresten bekannt waren.
Ambopteryx
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wissenschaftlicher Name |
Ambopteryx longibrachium |
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Geschätzte Größe |
Länge: 32 Zentimeter Höhe: 11 Zentimeter Gewicht: 300 Gramm |
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Erdzeitalter |
Oberjura |
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Fundorte |
Haifanggou Formation |
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Ordnung |
Saurischia |
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Unterordnung |
Theropoda |
Physische Merkmale
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Körperbau |
Kleiner, leichter bipeder Kletterer (~32 cm, ~306 g) mit proportional sehr langen Vorderarmen und kurzem Schwanz |
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Besonderheiten |
Fledermausartige Flughautflügel, gestützt durch ein einzigartiges stabförmiges Styliforelement am Handgelenk, sowie ein Pygostyl (verwachsene Schwanzwirbel) |
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Fortbewegung |
Zweibeinig |
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Hautstruktur |
Kopf, Hals und Schultern dicht mit Federn bedeckt; Flügel aus einer membranösen Flughaut (Patagium) |
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Farbgebung |
Eumelanosomen (pigmenterzeugende Organellen) wurden in den Halsfedern und der Flughaut nachgewiesen, was auf eine schwarze bis dunkelbraune Färbung hindeutet |
Entdeckung
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Entdecker |
Wang et al. |
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Entdeckungsdatum |
2019 |
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Bedeutung des Namens |
Ambo (lat. „beide“) + pteryx (griech. „Flügel“) → „Beide Flügel“; longibrachium = „langer Arm“ |
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Bedeutende Fossilienfunde |
Ein gut erhaltenes, fast vollständiges Skelett mit zugehörigem Weichgewebe, das auf einer Platte und einer Gegenplatte konserviert ist. |
In der Paläontologie wird oft das Verhältnis von Gehirn- zu Körpergröße, der sogenannte Enzephalisationsquotient (EQ), als grober Anhaltspunkt für die relative Intelligenz genutzt.
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Intelligenz (EQ) |
Nicht explizit gemessen; als kleiner Maniraptora wahrscheinlich im mittleren Bereich (~0,5–1,0), vergleichbar mit anderen kleinen Coelurosauria |
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Sozialverhalten |
Nicht fossil belegt; als kleines Arboreales lebte es vermutlich solitär in Bäumen |
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Fressfeinde |
Keine direkt belegten Fressfeinde bekannt; größere Theropoden sowie frühe Säugetiere des Oberjura kommen als potenzielle Prädatoren in Frage |
Bilquellen:
Beitragsbild: Audrey.m.horn, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
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